Geschichte

Mitgliederbestand Gesamtverein

mehr als 250 Mitglieder-/innen
mehr als 200 Aktivmitglieder-/innen
weit über 170 Kinder



Gründung 1897 

Die Anfänge unseres heutigen Turnens reichen in die Dreissigerjahre des 19. Jahrhunderts zurück. Damals war allerdings diese körperliche Betätigung ein Privileg der akademischen Jugend. Schon im Jahre 1845 entstand in Wintertur der erste Turnverein, der heutige Stadtturnverein. Die Gründung von selbstständigen Turnvereinen in den Vororten von Winterthur veranlasste 1897 in den Quartieren Pflanzschule und Deutweg eine Anzahl aufgeweckter Jünglinge diesem Beispiel zu folgen. Am 05. Juli 1897 beschlossen sechs junge Leute (Emil Bolliger, August Suter, Albert Fehr, Benjamin von Euw, Edwin Müller, Wilhelm Siegrist) unter dem Namen Turnverein Concordia eine eigene Sektion zu bilden. 

1898

Am 9. Januar 1898 fand die erste Generalversammlung statt. Die aktive Schar wächst weiter an und verzeichnet im Verlaufe des Jahres bereits die stattliche Zahl von 28 Turnenden und 13 Passivmitgliedern. 

1900

Die Chronik erwähnt am 10. März erstmals den Namen TV Pflanzschule-Geiselweid, indem beschlossen wurde, künftig die Vereinsanlässe im "Landboten" zu publizieren.Es wurde erstmals eine Turnfahrt durchgeführt.

1901

Ab dem 01. Februar wurde zum ersten Mal in einer Turnhalle getrurnt: Lindturnhalle hinter dem Stadthaus. Das bis dahin selbsterstellte Turnerhüttli wurde verkauft und konnte bis im Herbst 1926 als Püntenhüsli in der Geiselweid gesehen werden.

1902

Erstmals wurde eine Abendunterhaltung durchgeführt.

1903

Die Versammlung beschloss am 01. Februar den Eintritt in den Kantonalturnverein Zürich und somit in den Eidgenössischen Turnverband.

1904

Dem Verein fehlen immer noch Insignien, deshalb beschliesst die Generalversammlung vom 31. Januar eine Fahnenkommission zu ernennen. Die spendefreudige Bevölkerung und wohlwollende Haltung der Quartiervereine Pflanzschule und Deutweg ermöglichen schon im Juni des gleichen Jahres die Weihe der ersten Fahne.
Fahne 1904 - Vorderseite
Fahne 1904 vorne
Fahne 1904 - Rückseite
Fahne 1904 hinten

1905

Das Jahr der Kantonalturnfeste erfordert alle Energie der Aktiven, wollten sie doch vorerst das Schaffhauser Kantonalturnfest in Schaffhausen und hernach das Zürcher «Kantonale» in Uster besuchen. Das Resultat in der Munotstadt legte der neuen Fahne keine besondere Ehre ein, kamen unsere Aktiven doch mit einem Eichenkranz nach Hause. Diese Scharte musste unbedingt ausgewetzt werden, und acht Tage später liessen sich die Pflanzschüler nichts mehr an der Rede haben und eroberten in der 4. Stärkeklasse gleich den sechsten Lorbeerkranz. Lebhafte Debatten wurden auch geführt in bezug auf den Lokalwechsel vom «Rosengarten» in den «Schweizergruss», nachdem die Platzverhältnisse im damaligen Lokal ungenügend geworden waren. Eine Einigung wurde allerdings nicht erzielt. 

1906

Die Statuten werden einer gründlichen Prüfung unterzogen. Eine Kommission mit dem Vorsitz von Fritz Foster bringt den neuen Entwurf vor die Generalversammlung, welche ihre Zustimmung erteilt. Ein neuer Anlauf betreffend Lokalwechsel wird von Erfolg gekrönt, und wir finden seither das Restaurant «Schweizergruss» als Versammlungslokal. In turnerischer Hinsicht steht das Eidgenössische Turnfest in Bern im Vordergrund. Der Erfolg war gut, in der 3. Kategorie wird der Lorbeerkranz erzielt. Auch die Turnfahrten fehlen nicht, diejenige im Frühjahr führte nach Uesslingen an der Thur und eine zweite über das Schnebelhorn ins Toggenburg; diese Reise wurde am Samstag um Mitternacht angetreten unter den Trommelschlägen des nimmermüden Tambouren Ernst Kolb. Ihm gebührt ein besonderes Kränzchen sowohl als Turner wie als nie versagender akustischer Begleiter während Jahrzehnten.

1907

Erstmals wird die Gründung einer Jugendriege beschlossen.

1908

Der Kreisturnverband organisierte eine Turnfahrt nach Ossingen mit feldmässigem Abkochen. Eine Vereinsturnfahrt führte nach dem Schauenberg und eine dritte auf den Irchel. Die Inkraftsetzung der neuen Militärorganisation von 1907 lässt in fast allen Turnvereinen den Vorunterricht entstehen, der auch bei uns zur Einführung gelangt.

1909

Laut Reglement der Jugendriege durften Jünglinge im Alter von 14 bis 18 Jahren mitturnen. Die Schulpflege verbot in der Folge die turnerische Betätigung der Schulpflichtigen, was unserer Riege für lange Jahre den Todesstoss versetzte. Im Vordergrund der turnerischen Tätigkeit stand das Eidgenössische  Turnfest in der waadtländischen Metropole Lausanne.  Zur Stärkung der Vereinskasse wurde ein Waldfest veranstaltet.

1910

Der Festturnus liegt beim Kreisturnverband; Neftenbach zeichnet verantwortlich für die Durchführung des Turntages. Ein orkanartiges Gewitter gebietet in Wülflingen einen Zwangsaufenthalt und gewährt der heimkehrenden Turnerschaft Gelegenheit zu einem erlabenden Trunk. Im Sommer gilt der Urirotstock als Ziel einer Gebirgsturnfahrt, gefolgt von einer Kantonalturnfahrt auf den Taggenberg ob Wülflingen.

1911

Ernst Hüppi wird Präsident. Unter seiner Führung wird die Gründung eines Jodlerquartetts möglich, und zwar als Untersektion des Turnvereins. Als Hauptattraktion figuriert im Turnkalender das Zürcher Kantonalturnfest in Winterthur. Der Quartierverein Pflanzschule feiert sein 25jähriges Bestehen. Der Turnverein wartet mit einigen Nummern auf. Auf Initiative von Albert Reimann wurde eine Altersriege ins Leben gerufen. Der «Schweizergruss» erhält mit Josef Knoblauch einen neuen Lokalwirt und Gastgeber. 

1912

Eine Turnfahrt auf den Schauenberg wird unter Dach gebracht, wobei die Gemeinde Schlatt nachträglich eine Rechnung präsentiert für die Reparatur der defekten Röhre des Dorfbrunnens. Der Handstandkünstler Jakob Wipf soll dieses ominöse Rohr mit einem Barrenholmen verwechselt haben!  Nun gehts nach Basel ans eidgenössische Turnfest; die Versammlung wählt Otto Goldschmid zum Quartiermeister; laut Protokoll «der Mann mit dem hohlen Kreuz». Edy Greiner beliebt als Fähnrich und soll aufgrund der Chronik «der Turner mit dem tadellosen Wuchs und 38 Oberarm» genannt worden sein. Der grosse Tag brachte einen durchschlagenden Erfolg mit dem 6. Rang in der 4. Kategorie. Die Verbandsturnfahrt wurde diesmal nach Illnau vergeben.

1913

Karl Suter führt das ihm im Laufe des vorigen Jahres anvertraute Amt des Präsidenten getreulich weiter, während wiederum Albert Reimann eingesprungen ist, den verwaisten Posten des Oberturners zu übernehmen. Der Kreisturnverband hat uns mit der Durchführung des Verbandsturnfestes betraut. Der erfreuliche Reingewinn von 1453 Franken stärkt unsere Kasse gewaltig und gestattet den Ankauf einer Obligation als feste Kapitalanlage. Aus dieser Zeit stammt auch der Einzelturnerfonds. Die Aktivsektion hat sich trotz der Organisation am Wettkampf beteiligt.

1914

Der Rechnungsabschluss anlässlich der Generalversammlung ergibt die Summe von 3221 Franken Vermögen. Ein schöner Sparbatzen für damalige WährungsverhäItnisse. Im tiefsten Frieden werden die Vorbereitungen für das Kantonalturnfest Unterstrass getroffen und der Erfolg ist nicht ausgeblieben. Die Sektion beteiligte sich in der 4. Kategorie am Pferd und erreichte den 2. Rang. Als Oberturner amtete Hans Spinnler.
Auf Wunsch unserer Seener Turnfreunde sollten wir ihnen Pate stehen anlässlich ihrer Fahnenweihe im August. Eine schöne Turnfahrt über die Hulftegg ins Toggenburg geht in die Geschichte ein, und am 1. August finden wir unsere Aktiven wiederum an der Gründungsfeier unserer Eidgenossenschaft. Niemand dachte, dass anderntags schon die Trommel zur Generalmobilmachung ertönen würde: 15 Aktive und 30 weitere Mitglieder stellen sich unter die Fahne mit dem weissen Kreuz im roten Feld. Die Vereinstätigkeit ist nahezu gelähmt, und doch raffen sich die wenigen Zurückgebliebenen auf, um noch im gleichen Jahr eine Turnfahrt über Lufingen-Bassersdorf zu unternehmen.

1915

Die dauernde Beanspruchung der dienstleistenden Aktiven sowie Einquartierungen in der Turnhalle Iiessen den Turnbetrieb schwer leiden. Dagegen wurde den Turnfahrten mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Bereits im Winter führte die erste nach Frauenfeld und eine weitere auf die Lägern. Am Geburtstag der Eidgenossenschaft wurde unter der Leitung des Kreisturnverbandes ein Turnzusammenzug auf die Kyburg veranstaltet. Zufolge eines tragischen Unfalls verloren wir Aktivmitglied Hans Gurtner.

1916

Der unverwüstliche August Suter übernimmt von seinem Bruder Karl das Präsidium. Zur Wiederbelebung des Turnbetriebes findet im Frühjahr eine Turnfahrt um den lrchel statt. Unsere Nachbarsektion Seen führt nunmehr mit zwei Jahren Verspätung ihre Fahnenweihe, verbunden mit dem Kreisturntag, durch. Die Weihe war 1914 der Mobilmachung zum Opfer gefallen. Damit konnten auch wir die damals übernommene Verpflichtung als Patensektion einlösen. Am 27. August geht die Fahrt auf den Pfannenstiel, wo alle Sektionen des Kantonalturnvereins sich ein Stelldichein gaben.

1917

An Stelle von Wettkämpfen im bisherigen Sinne, wurden vom Kantonalturnverein Spielwettkämpfe durchgeführt mit Fahnenlauf und Seilziehen. Ein erneutes Aufgebot der 5. Division liess wiederum grosse Lücken in den Reihen der Aktiven entstehen und zudem wurde noch die Turnhalle geschlossen, so dass vorübergehend im Saal des Vereinslokals geturnt werden musste. Das waren keine prosperierenden Zeiten; zufolge Streichung der Beiträge für die Soldaten mussten zudem grössere Abstriche bei den Einnahmen hingenommen werden.

1918

An der Generalversammlung vom 26. Januar fällt die Gründung der Damenriege als weiteres Glied des Vereins, und zur selben Zeit durfte auch die Jugendriege ihre Wiederauferstehung feiern. Zufolge der immer drückender werdenden Kriegslasten entschloss sich der Kantonalturnverein, seine fälligen Wettkämpfe dezentralisiert durchzuführen. Wir beteiligten uns in Winterthur und erreichten den 4. Rang. Im Herbst erstand auch die Altersriege wieder, die während längerer Zeit inaktiv war. Die eintretende Grippewelle Iiess von behördlicher Seite ein Versammlungsverbot als notwendig erscheinen, dem auch unsere Versammlungen zum Opfer fielen.

1919

Endlich konnten wir das erste Friedensjahr geniessen und hoffen, dass das Turnen wieder marschiert. Als Auftakt diente eine Winterturnfahrt mit dem bekannten Ziel Irchel. Eine Frühjahrsturnfahrt nach Ellikon an der Thur sowie die Kantonalturnfahrt an Auffahrt nach Adliswil stillte die vorhandene Wanderlust. Die im «Neuwiesenhof» vorgesehene Unterhaltung musste wegen Grippezeit verschoben werden.

1920

Die Kantonalturnfeste nach Vorkriegsmuster kommen wieder auf den Plan. Einer Einladung der Schaffhauser Turnfreunde Folge leistend, beschliesst die Generalversammlung, in der Rheinstadt zu konkurrieren. Der Wettkampf in der Munotstadt, dem kurz zuvor der Inspektionsturntag in Wülflingen voranging, erfolgte in der 3. Kategorie. Resultat: 13. Rang. Nach dieser Feuerprobe bestand die Sektion den zürcherischen Wettkampf in Rüti mit bestem Erfolg im 4. Rang.

1921

Die bereits zur Tradition gehörende Winterturnfahrt wird, wie schon so manche bisher, nach Schlatt am Schauenberg durchgeführt. Oberturner Albert Halbheer stellt am Verbandsturnfest in lllnau 36 Mann dem Kampfgericht und kehrt mit gutem Erfolg von diesem wohlgelungenen Anlass ins Quartier zurück. In Pfäffikon findet das KantonaI-Schwingfest statt. Da von unseren Aktiven dort geschwungen wird, zieht die ganze Sektion zu einer Turnfahrt aus, um die Geschehnisse auf dem Schwingplatz verfolgen zu können.

1922

Nach 10 Jahren Unterbruch wird erstmals seit dem Krieg ein eidgenössisches Turnfest fällig; St. Gallen ist Organisator. Nach der Inspektion in Wiesendangen werden die letzten Mängel behoben, um den grossen Wettkampf ehrenvoll bestehen zu können. Der Erfolg ist nicht ausgeblieben; die erreichten 139,25 Punkte in der 3. Kategorie sind Zeuge hievon.Erstmals findet die Unterhaltung im «Neuwiesenhof» statt. Das 25-Jahr-Bestehen des Vereins wird wegen der Krise auf unbestimmte Zeit verschoben.

1923

Die Generalversammlung ernennt vier Kameraden zu Ehrenmitgliedern. Emil Grünig, Hans Fiechter und Beni Trautmann dienten dem Verein als Aktive in den ersten Anfängen und August Kleiner hat sich als Dirigent der Gesangssektion besondere Verdienste erworben.
Der neue Oberturner Edi Böckli führte die Sektion an den kantonalen Wettkämpfen in Oerlikon. Ein Waldfest auf der Breite half der stark havarierten Kasse wieder auf die Beine, durfte doch ein Reingewinn von 1000 Franken verbucht werden. Die einzige Turnfahrt des Jahres wurde nach Sternenberg ausgeführt, zum Besuch des Ferienheims, das 1918 vom Kreisturnverband erworben worden war.

1924

Der erst 22jährige Ernst Schenkel übernimmt die technische Leitung und führt im Juli die Sektion in den Wettkampf ans Verbandsturnfest in  Oberwinterthur. Der Versuch mit dem  jungen  talentierten  Oberturner hat sich gelohnt, die Sektion errang  in der zweiten Kategorie den 7. Rang und wurde  mit dem Lorbeer ausgezeichnet. Turnusgemäss findet eine Kantonalturnfahrt statt; sie wird an die Peripherie des Kantons, nach Flurlingen, durchgeführt; da fehlen  auch die Pflanzschüler nicht. Das Waldfest stärkt die Kasse um 850 Franken; ein willkommener Betrag für künftige grosse Aufgaben, soll doch im kommenden Jahr das Eidgenössische Turnfest in  Genf  stattfinden. Winterthur beherbergt die Kantonale Landwirtschaftsausstellung. Am Umzug darf sich auch die Jugendriege beteiligen.

1925

Der unermüdliche Trommler und vorbildliche Turnkamerad Ernst Kalb darf an der Generalversammlung die Ehrenmitgliedschaft entgegen­ nehmen. Die Teilnahme am Eidgenössischen Turnfest  in Genf eignet sich für  eine  vorgängige Rundreise. Ein Extrazug durch  das Berner Oberland und den Lötschberg, entlang der von der Sonne beschienenen Rebhänge  des Wallis, bringt die Turner dann an die Gestade des Lac Leman.Die Arbeit der Sektion in der 4. Kategorie wird mit 141,83 Punkten honoriert. Der Kreisturnverband besammelt seine Sektionen in Flaach zur traditionellen Turnfahrt.

1926

Andelfingen übernimmt die Durchführung des Verbandsturnfestes. Wir konkurrieren in der 2. Kategorie, freigewähltes Gerät Reck, unter dem Kommando von Ernst Schenkel. Eine Vereinsturnfahrt auf das Rosinli und  die  Kantonalturnfahrt nach Altstetten genügen der Wanderpflicht des Eidgenössischen Turnvereins. Mit einem  Gartenfest im August  wird  versucht, unserer durch das Eidgenössische Turnfest ge­ plünderten Kasse neue  Mittel zur Verfügung zu stellen.  Das finanzielle Ergebnis von 400 Franken ist bescheiden.Die ausserordentliche Generalversammlung vom  18. Dezember  beschliesst, den Vereinsnamen zu ändern. Aus Anlass des 30jährigen Bestehens 1927 soll der Turnverein künftig «Pflanzschule-Deutweg» heissen. Gleichzeitig wird für die Anschaffung eines neuen Vereinsbanners Beschluss gefasst. Als Präsident der Jubiläumskommission wird Josef Suter bestimmt.

1927

Als neue Ehrenmitglieder werden an der Frühjahrs-Generalversammlung die beiden Aktivmitglieder Julius Schenkel jun. und Eduard Greiner ernannt.Das bevorstehende Jubiläum, verbunden mit Fahnenweihe und  lnspektionsturntag des Kreisturnverbandes Winterthur, erfordert  von allen Mitgliedern vollen  Einsatz. Der 25. Juni ist ein freudvoller Fest­ tag für unsere Quartiere. Der Turnverein Seen hat die Patenstelle für das neue Banner übernommen.Der neue Oberturner August Suter jun. und Präsident Gottfried Gurtner haben die Ehre, die Sektion erstmals mit der neuen Fahne ans Kantonalturnfest in Töss zu begleiten. Auch die Einzelturner haben sich tüchtig geschlagen. Im Kunstturnen wird der Oberturner mit dem Lorbeerkranz und die beiden alten Kämpen, Emil lrion und Wendolin Seiler, mit dem Eichenkranz der Nationalturner gekrönt. Unser neues Feldzeichen wurde schon bei seinem ersten Auftreten von Petrus getauft; ein Wolkenbruch verwandelte den Festplatz in ein Schwimmbad.Zum Abschluss dieses so ereignisreichen Jahres werden zwei Kameraden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Es sind dies Jakob und Hermann Keller.
Fahne 1927 
Fahne 1927
Fahne 1927

1928

Die Frühjahrs-Generalversammlung ernennt Firi Nart sowie Emil Wolfensberger in Mailand zu Ehrenmitgliedern. Das Eidgenössische Turnfest in Luzern erfordert alle Anstrengung seitens der Aktiven. Die Sonnentage in der Leuchtenstadt werden un- vergesslich sein. Wir arbeiteten unter dem Kommando von August Suter jun. in der 4. Kategorie und errangen den heissbegehrten Lorbeerkranz.

1929

Zu Beginn des Jahres hat uns der unerbittliche Tod Ehrenmitglied Hermann Keller abberufen. Zwei alte Kämpfer aus der Gründungszeit werden in den Stand der Ehrenmitglieder erhoben; es sind dies Julius Schenkel sen. und Alois Sieg sen. Der neue Festturnus, wonach die eidgenössischen und kantonalen Feste nur noch alle vier Jahre zur Durchführung gelangen, bringt uns keine Wettkampfmöglichkeit. An dessen Stelle tritt ein Wett-Turnen mit dem Turnverein Seen, wobei Oberturner August Suter als Einzel- sieger hervorgeht. Der Kantonalturnverein ruft seine Sektionen zur Turnfahrt nach Volketswil. Eine schöne Wanderung über die Höhen- züge der Kyburg bringt uns ein Stück Heimat näher. Da in technischer Hinsicht die Herausforderungen fehlen, widmen wir uns einer durchgreifenden Propagandaaktion in unseren Quartieren. Das Fazit davon sind 60 neue Mitglieder; damit stossen wir im Etat des Kreisturnverbandes unter die 10 grössten Sektionen.

1930

Heinrich Sieg wird Präsident. lm Vorsommer statten wir dem Tösstal einen Besuch ab, steigen zum Schnebelhorn und passieren die Toggen- burger Alpweiden, um über Wattwil wieder in unsere heimatlichen Gefilde zurückzukehren. Das Kantonalturnfest in Altstetten sieht bereits am Samstag bei strö- mendem Regen unsere Leichtathleten im Wettkampf. Am Sonntag folgt bei etwas besserem Wetter der Sektionswettkampf, welcher gut bestritten wird. Am 24. August unternehmen wir mit den Freunden von Feuerthalen und Marthalen eine Gesellschaftsreise nach Meersburg am Bodensee. Unser Lokalwirt Josef Knoblauch wurde zur grossen Armee abberufen; er war uns stets ein wohlgesinnter Betreuer und gar oft stiller Dulder bei überbordendem Tun.



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Fahne 2015 - Vorderseite
Fahne 2015 - Rückseite